Tod und Irrtum

Historischer Roman

Gmeiner Verlag August 2016

 

246 Seiten

Gmeiner Verlag

9,99 €

 

ISBN-10: 3839219051

ISBN-13: 978-3839219058

 

E-book: 8,99 €

 

Tod und Irrtum: Was dein Unbewusstes verrät

 

1910. Stuttgart. Als Henriette Haag nach einer längeren Reise wieder zu Hause ankommt, wird gerade ihre junge Haushälterin Magdale blutüberströmt in die Klinik abtransportiert.

Der Arzt spricht von einem Suizidversuch, doch die Blutspuren, die Henriette in Magdales Bett findet, deuten auf eine Abtreibung oder Fehlgeburt hin.

 

Als ein Toter entdeckt wird und Magdale unter Mordverdacht gerät, glaubt Henriette an die Unschuld ihrer Haushälterin und sucht die Unterstützung ihrer Freundinnen, die wissen müssten, was während ihrer Abwesenheit vorgefallen ist.


Doch die schöne Felise ist damit beschäftigt sich vom berühmtesten Maler in Stuttgart portraitieren zu lassen, und Josefine, die Frau des Arztes, plagt sich mit Eifersuchtsgefühlen.

 

Seit dem Tod ihres Mannes hat sich Henriette mit Psychoanalyse beschäftigt und mit ihrem neu erworbenen Wissen um die Macht des Unbewussten, Versprechern und anderen Irrtümern, will sie den Mörder finden und ihr Leben wieder in ruhige Bahnen lenken.

 

Aber das Unbewusste ist eine unberechenbare Größe – auch in ihr.

 

Besprechung im Histo Journal von Alessa Schmelzer:

 

Geistreiche Unterhaltung

Elke Weigel liefert ihren Lesern eine geistreiche, kurzweilig zu lesende Unterhaltung jenseits der gängigen Klischees historischer Geschichten. Mag die Kriminalhandlung als Motor der Geschichte eine gewisse Spannung verleihen, im Fokus steht letztlich die persönliche Entwicklung Henriettes. Ihr Aufbegehren, ihr Mut und die sich daraus ergebende neue Richtung ihres gesamten Lebens. Die immer wieder von der Autorin mit Bedacht eingestreuten Briefe an Freud, lassen den Leser tief in die Psyche Henriettes eintauchen und verstehen, was sie fühlt und denkt und welche Handlungen diese Reflexionen evozieren. So ist es kein Wunder, dass Henriettes Bestrebungen eine sie fordernde Aufgabe zu finden, die sie ausfüllt und glücklich macht, bei ihren Zeitgenossen zunächst Unverständnis hervorruft {auch ihre Freundinnen zeigen sich irritiert}. Diesen emanzipatorischen, gängige Konventionen sprengenden Aspekt zu beschreiben, ist eine der Stärken des Romans. En passant blitzen die gesellschaftlichen Strukturen hervor, in all ihren Ungleichheiten, und verdichten sich im Laufe des Romans zu einem großen Ganzen. So erhält der Leser nicht nur einen interessanten Einblick in das Leben Henriettes, die ohne ihre Magdale im Haushalt mehr oder weniger ›aufgeschmissen‹ ist und Hilfe ihrer Freundinnen in Anspruch nehmen muss, sondern auch in das Leben anderer Frauen, die in der sozialen Schicht weit unter Henriette stehen.

 

Hier können Sie die gesamte Kritik lesen.

Und das Interview:

"Im Histo Journal Interview spricht die Autorin über ihren just erschienenen historischen Roman »Tod und Irrtum«, gesellschaftliche Tabus des beginnenden 20. Jahrhunderts & verrät, was Sigmund Freud in ihren Augen so genial macht …"

 

Ohne Hilfe schreibt sich kein Buch, deshalb ein Blogartikel aus aktuellem Anlass:

 

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