Was ihr schon immer über mich wissen wolltet ...

... lest ihr in einem Interview mit dem Konkursbuch-Verlag.

 

Was war das letzte Buch, das du veröffentlicht hast? Worum geht es? Wie kamst du auf die Storyidee?


EW: Meine letzte Veröffentlichung war „Sterben in Schwarzweiß“, der zweite Band nach „Mutterschuld“.


Die Ermittlerin ist wieder die junge Psychologin Carolin Baittinger, die mit unorthodoxen Methoden arbeitet (also ganz anders als ich).

 

Die Idee zu dieser Geschichte bekam ich, als ich ein Foto von Annemarie Schwarzenbach sah. Ein Foto, auf dem man nicht auf den ersten Blick sieht, ob es eine Frau oder ein junger Mann ist.

 

Daraus entstand die Geschichte von zwei Schwestern, die sich die „Engel“ nennen und nur Schwarzweißfotos von sich machen.

 

Das Spiel mit der Uneindeutigkeit in der Kunst hat mich fasziniert, ebenso das Thema Androgynität.

 

Mit hinein fließen Überlegungen, wie sich die eigene Identität über Schönheit definiert und was geschieht, wenn sich das Aussehen verändert.

 

Von da war es nicht mehr weit zum Thema „Multiple Persönlichkeit“. Wer bin ich? Und wann treten welche Persönlichkeitsanteile zum Vorschein?

 

Alex, eine meiner Figuren im Roman, ist von diesem Krankheitsbild betroffen, aber ich denke, wir alle kennen in abgeschwächter Form das Gefühl, dass da noch andere Anteile in uns wirken. Jüngere, ältere, männliche und weibliche.


So habe ich das Thema Identität von mehreren Seiten beleuchtet und in eine Geschichte gepackt.


Wie gehst du beim Schreiben vor? Hast du bestimmte Methoden, Rituale etc.?

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