"Rüberbringen, was sie fühlte, ...

"Rüberbringen, was sie fühlte, ging irgendwie nicht."

Das ist meine neudeutsche Version von diesem wunderbaren Satz:

"Des Menschen Wort ist wie eine gesprungene Pauke, auf der wir eine Melodie austrommeln, nach der kaum ein Bär tanzt, während wir die Sterne bewegen möchten."

 

Gelesen habe ich ihn in "Madame Bovary" von Gustave Flaubert. Das Buch kannte ich nicht, habe es aber gerade begeistert verschlungen. Die Sprache ist erstaunlich modern, dafür, dass es 1858 erschienen ist.

 

Es beginnt wie ein wunderbarer Historienroman, mit detailreichen Beschreibungen des Landlebens in Frankreich. Eine Fundgrube für meine Lust, einen weiteren historischen Roman zu schreiben! Und dann, was ich gar nicht erwartet hatte, zeigt er, wie fatal sich das Leben einer jungen Frau entwickeln kann, wenn sie nur um sich selbst kreist und glaubt, die die einzige Erfüllung sei in einer perfekten Liebesbeziehung zu finden.

 

Meine Schlussfolgerung: Für Bildung ist es nie zu spät – auch für mich nicht!

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